Zu Beginn erfolgt eine Einführung in die Pädagogik in der digitalen Welt. Du setzt dich mit dem Begriff des Lernens aus pädagogischer, psychologischer und neurobiologischer Perspektive auseinander und lernst unterschiedliche Lernverständnisse kennen – etwa Lernen als Verhaltensänderung, als kognitiver Prozess oder als neuronale Veränderung. Darüber hinaus erhältst du einen Überblick über die pädagogische Psychologie als wissenschaftliche Disziplin, ihre zentralen Fragestellungen und Zielsetzungen. Die historische Entwicklung von Lernen im Kontext der Digitalisierung seit den 1950er Jahren zeigt auf, wie technologische Innovationen Lernprozesse beeinflusst haben. Dabei wird klar herausgestellt, dass grundlegende Lernprinzipien auch im digitalen Zeitalter weiterhin Bestand haben. Ergänzend lernst du zentrale Lerntheorien kennen und erfährst, welche Bedeutung diese für pädagogische Praxis, E-Learning-Design und didaktische Entscheidungen besitzen.
Im zweiten Abschnitt stehen die pädagogischen Grundlagen des Lernens im Fokus. Zentrale Lerntheorien werden vertieft und miteinander verglichen. Dazu zählen behavioristische Ansätze wie das klassische und operante Konditionieren, bei denen Lernen durch Verstärkung, Wiederholung und Reiz-Reaktions-Zusammenhänge erklärt wird. Ebenso wird das Lernen am Modell behandelt, das die Bedeutung sozialer Lernprozesse hervorhebt. Kognitive Lerntheorien rücken Informationsverarbeitung, Denken und Problemlösen in den Mittelpunkt und zeigen, welche Rolle Vorwissen, Motivation und aktive Auseinandersetzung mit Lerninhalten spielen. Abschließend wird reflektiert, inwiefern sich klassische Lerntheorien auf digitale Lernumgebungen übertragen lassen und wie sie zur Gestaltung moderner Lernangebote beitragen.
Den Abschluss bildet das Themenfeld Wissensformen und Konzepte in der Pädagogik. Du lernst unterschiedliche Wissensarten wie deklaratives, prozedurales und konditionales Wissen kennen und grenzt diese von den Begriffen Kompetenz und Fähigkeit ab. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Wissenserwerb und Lernprozessen verdeutlicht sowie die Bedeutung von Wissensstrukturen für nachhaltiges Lernen herausgestellt. Aspekte wie Reflexion, Transfer und die Einordnung von Wissen in formale und informelle Lernprozesse spielen hierbei eine zentrale Rolle. Zudem wird aufgezeigt, wie Wissensformen für die didaktische Planung, die Formulierung von Lernzielen und die Gestaltung digitaler Lernsettings relevant sind.
Am Ende der Weiterbildung verfügst du über ein umfassendes Verständnis von Lernen, Lerntheorien und Wissenskonzepten. Diese Kenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für pädagogisches Handeln, die Entwicklung digitaler Lernangebote sowie für Tätigkeiten in Bildung, Training und Weiterbildung in unterschiedlichen beruflichen Kontexten.
Die Erziehung eines Kindes ist eine der verantwortungsvollsten und komplexesten Aufgaben, denen man sich stellen kann. Es gibt zahlreiche pädagogische Ansätze und Methoden, und natürlich besteht bei jedem Menschen der Wunsch, Kindern einen optimalen Start in das Leben zu ermöglichen. Die Pädagogik eignet sich jedoch nicht nur für die Kindererziehung, sondern stellt auch ein hilfreiches Instrument dar, um persönliche Erfahrungen mit Fachwissen zu erweitern.