Wie kann ich Heu richtig füttern?

Stroh kommt im Pferdestall am häufigsten als Einstreu zum Einsatz. Dabei darf nicht vergessen werden, dass es sich für die Pferde jedoch um ein Futtermittel handelt, weshalb ein gewisser Teil dieser Einstreu auch gefressen wird. Für die Pferde ist das Stroh eine prima Beschäftigung, denn es muss gründlich gekaut werden. Dabei enthält es nur ganz wenig Eiweiß und Energie, auch sein Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen ist nur sehr gering. Dafür ist der Gehalt an Rohfaser wiederum hoch. Zwar zählt es offiziell zu den Grundfuttermitteln, es kann aber trotzdem nur begrenzt als Heuersatz dienen und eher als Ergänzung der Raufutterration.

Am besten eignen sich Weizen-, Hafer- und Roggenstroh, wobei Weizen- und Haferstroh lieber gefressen werden. Zum Einstreuen ist das saugfähigere Roggenstroh besser geeignet.

Wenn man Pferden die Fresszeit verlängern möchte, kann man Stroh mit Heu mischen, wobei es natürlich durch den geringen Nährstoffgehalt kein Ersatz für Heu ist.

Pferde als Dauerfresser sollten ständig Raufutter angeboten bekommen. Dies ist auch von der Pferdehaltungsverordnung vorgeschrieben. Durch den geringen Energiegehalt ist das durch Stroh gut machbar, allerdings muss hier auf ausreichend Bewegung geachtet werden, speziell auch freie Bewegung, damit es nicht zu Verstopfungen im Blind- und Dickdarm kommt. Auch muss der ständige Zugang zu frischem Wasser gegeben sein, damit die Pferde genug Wasser aufnehmen. Bei der Beurteilung der Strohqualität kann man ähnliche Maßstäbe ansetzen wie beim Heu. Es sollte eine natürliche, leicht gelbliche Farbe haben und typisch nach Stroh duften. Es sollte frei von Fremdbestandteilen und Verunreinigungen sein und ohne graue oder schwarze Beläge, die auf Schimmel hinweisen.

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