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Wissensmanagement (Knowledgemanagement)

Seit nunmehr mehreren Jahren ist es für Betriebe nicht mehr ausreichend, die Produktivität durch Beschäftigungsabbau und Investitionen in neue Anlagen zu steigern. Stattdessen entscheiden zukünftig die Einstellung und die Entwicklung von „intelligenten Arbeitskräften“ über den Unternehmenserfolg. Ebenso wird es immer wichtiger, das Innovationspotenzial eines Unternehmens optimal zu fördern, da Innovationen und die Besetzung ertragreicher Nischen von wachsender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sind.

Dies setzt ein effizientes Management des Faktors Wissen voraus, der eine für die Betriebe nicht zu unterschätzende wertvolle Ressource darstellt, da mit Wissen die erfolgreiche Positionierung des Unternehmens in der sich rasant entwickelnden Wissensgesellschaft gesichert werden kann. Das Wissen über Märkte, Kunden, Produkte und Prozesse wird immer bedeutender und entwickelt sich folglich zu einem Marktwert.

Wissensmanagement geht davon aus, dass nicht nur Individuen, sondern auch Gruppen wie Betriebe oder ganze Gesellschaften fähig sind, zu lernen. Es beschäftigt sich mit der Optimierung der Wissenskultur und der gezielten Veränderung der betrieblichen Wissensbasis.

Im Rahmen des Wissensmanagement geht es darum, Wissen zu identifizieren bzw. zu erwerben, weiterzuentwickeln, im Anschluss daran zu verteilen, zu nutzen und schließlich zu bewahren. Wissensmanagement ist – ebenso wie Qualitätsmanagement – eine Managementstrategie und hat die Aufgabe, die Daten, Informationen, Kenntnisse und Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen, die ein Betrieb benötigt, um sich an ein verändertes Marktumfeld bzw. veränderte Marktbedingungen anpassen zu können. Qualitätsmanagement hat dagegen die Aufgabe, die betrieblichen Prozesse so zu steuern, so dass die Leistung auf dem Markt gesteigert wird. Beide Arten von Managementstrategien funktionieren nur durch ausreichende Unterstützung des Top-Managements.

Die Steuerung von Lernprozessen in Unternehmen spielt in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle. Wissen ist schnell überholt. Wissensmanagement muss die permanente Weiterentwicklung sicherstellen. Dies erfolgt im Rahmen von Lernprozessen.

In vielen deutschen Unternehmen fehlt es immer noch an der Bereitschaft, Wissen zu teilen und zu vermitteln – selbst wenn die Notwendigkeit von Wissensmanagement inzwischen erkannt wurde. Einigkeit herrscht darüber, dass das Wissen der Mitarbeiter das wertvollste Unternehmenskapital darstellt. Die Nutzung dieses Kapitals liegt nach eigener Einschätzung allerdings bei etwa der Hälfte der Unternehmen bei nur rund 40 %.

Häufig fehlen die kulturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen, aber vor allem auch intelligente Werkzeuge. Weitere Barrieren können fehlende Methoden zum Wissenstransfer, nicht genügende oder gar keine Wissensplattformen sowie mangelndes Bewusstsein für diese neue Herausforderung sein.

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