Corona-Auswirkungen auf Branchen

Vieles hat zwei Seiten – und das gilt auch für Krisen. Während die einen Branchen taumeln, können sich die anderen vor Aufträgen und Arbeit kaum retten.
Einige Branchen sind von der aktuellen globalen Krise extrem betroffen. Hier sind die Luftfahrtindustrie, der Tourismus, die Messebranche und Eventindustrie zu nennen. Auch die Kultur leidet, die Gastronomie und die Sportbranche. Daneben trifft es auch die Ölkonzerne – der Ölpreis ist stark gesunden, auch weil sich die Förderer gegenseitig bekämpfen. Das ist allerdings für Verbraucher und Wirtschaft keine schlechte Nachricht.

Vieles hat zwei Seiten – und das gilt auch für Krisen. Während die einen Branchen taumeln, können sich die anderen vor Aufträgen und Arbeit kaum retten. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.

Doch es gibt Branchen, die man deutlich als Krisengewinner bezeichnen darf. Dazu gehören sicher die Pharma-, Biotech- und Teile der Chemie-industrie. Lebensmittelindustrie und –handel erleben eine enorme Nachfrage. Dies gilt auch für den IT-Bereich – und zwar bei Software und auch Hardware. Homeoffice lässt grüßen!

Nicht zuletzt profitieren auch die Börsen von dem intensiven Handelsgeschäft. Banken bleiben dabei meist außen vor, Online-Broker dagegen machen gute Geschäfte. Und das gilt auch für diverse andere Online-Angebote. Netflix, Facebook, Twitter und Co, auch Online-Händler, profitieren von Millionen von Menschen, die ganztägig Unterhaltung und Zerstreuung in den eigenen vier Wänden suchen.

Aktuell wird so mancher Textilhersteller wird dafür gefeiert, dass er statt T-Shirts nun Atemmasken herstellt. Überhaupt scheint dies eine Phase der temporären Umorientierung zu sein. Restaurants liefern Gerichte aus oder bieten Kochboxen an. Bei Versandhändlern sind nicht die hippen Business-Marken gefragt, sondern bequeme Klamotten wie Jogginghosen, Sweatshirts oder Hoodies. Und statt Friseurbesuch ordern die Menschen online derart Haarrasierer, dass sie mittlerweile ausverkauft sind. Erst Ende Mai sind diese wieder zu bekommen – bis dahin, so hofft man, sollten dies auch vor Ort wieder zu kaufen sein.

Zusammenfassung

Längerfristig dürfte die aktuelle Coronoa-Krise den zuletzt starken Anstieg der Immobilienpreise und Mieten – vor allem in gefragten Ballungsgebieten – etwas abbremsen. Ob damit der generelle Aufschwung am Immobilienmarkt beendet ist, wird die Zeit weisen. Zumindest kurzfristig dürften Kaufvorhaben oder angedachte Umzüge verschoben werden.  

Autor des Magazinbeitrages

Dr. Sabine Theadora Ruh - Dozentin und Tutorin des DeLSt

Dr. Sabine Theadora Ruh

  • Wirtschaftsjournalistin 
  • Dozentin und Tutorin des DeLSt

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