Eine Gefahr für das eigenen Geschäftsmodell?

Jedes fünfte Unternehmen sieht in der Digitalisierung eine Gefahr für das eigene Geschäftsmodell. Einer Umfrage von Anfang März 2020 zufolge, sieht knapp ein Viertel der deutschen Unternehmen in der Digitalisierung eine Bedrohung für ihre aktuellen Geschäftsmodelle. Andererseits glaubt fast die Hälfte, dass sich die eigene Marktposition durch die Digitalisierung bereits verbessert habe.

Digitalisierung - eine Gefahr für das eigenen Geschäftsmodell? Das erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.Grundsätzlich blicken hiesige Unternehmen positiv auf die Digitalisierung. Das ergab eine Befragung unter rund 182 Mitarbeitern aus verschiedenen Branchen, die von der Universität Duisburg-Essen und dem Beratungsunternehmen Campana & Schott durchgeführt wurde.

Mehr als 44 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Marktposition ihres Unternehmens durch die Digitalisierung verbessert habe. Nur 9,7 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ihre Situation durch diese Entwicklung zum Negativen entwickelt habe. Mit mehr als 66 Prozent hat ein Großteil der befragten Unternehmen bereits Anpassungen am Geschäftsmodell vorgenommen, um so auf die Digitalisierung zu reagieren. Allerdings haben nur etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen wirklich neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt.

21 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die digitale Transformation eine Bedrohung für ihr bestehendes Geschäftsmodell darstellt. Vier Prozent der befragten Unternehmen gaben außerdem an, dass sie bereits ein Geschäftsmodell als Reaktion auf die sich veränderte Marktsituation eingestellt haben. Etwas mehr als 13 Prozent hingegen geht davon aus, dass die digitale Transformation keinen Einfluss auf ihr Geschäftsmodell haben wird.

Früher galt: Verbessere deine Produkte und Prozesse durch Technologien, die sich auch in anderen Unternehmen schon bewährt haben. Es war ein Vorteil, wenn ein Unternehmen ein klar definiertes Produkt mit klar definiertem Vorteil in einem klar definierten Marktsegment anbot und dieses Jahr für Jahr überarbeitete. Aber heute muss dieses Prinzip nicht mehr funktionieren.

Zusammenfassung

Aus diesen Gründen müssen Unternehmen sich Fragen stellen wie:

  • Was ist unsere Existenzberechtigung?
  • Welche Nachfrage trifft unser Angebot und hat sich diese bereits verändert?
  • Wollen wir selbst Teil der Veränderung sein?

Unternehmen, die mittelfristig Investitionen einsparen, weil sie mit dem derzeitigen Wertversprechen noch sehr erfolgreich sind, können diesen Rückstand bei der aktuellen Entwicklungsgeschwindigkeit kaum aufholen. Wettbewerb wird sich durch neue Technologien, neue Wettbewerber und neue Anforderungen verändern, davon ist keine Branche ausgenommen.

Autor des Magazinbeitrages

Dr. Sabine Theadora Ruh - Dozentin und Tutorin des DeLSt

Dr. Sabine Theadora Ruh

  • Wirtschaftsjournalistin 
  • Dozentin und Tutorin des DeLSt


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Quellenangaben (Stand: 10.2020)

  • Campana

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