Grundwissen Lichtkonzept

Die kleine Reihe über Grundlagen der Veranstaltungstechnik umfasst bereits Ton und Bild. Die Lichttechnik schließt die Reihe ab.

Das Beleuchtungskonzept gerät in der Event-Praxis manchmal zu kurz. Nicht selten haben Lichttechniker freie Hand nach dem Motto: "Mach mal hübsch!" Und tatsächlich kann man sich in vielen Fällen auf ein angemessenes Lichtkonzept seitens der Technikfirmen verlassen. Wer eine Bühne baut, denkt in der Regel daran, sie auch zu beleuchten. Und im Gastbereich ist ein Minimum an Beleuchtung schon durch die Versammlungsstättenverordnung vorgeschrieben.

Trotzdem sind einige Licht-Themen auch aus planerischer Sicht für eine perfekte Veranstaltung unumgänglich, da sie nicht stattfinden, wenn wir Event-Manager nicht aktiv dafür sorgen.

Die kleine Reihe über Grundlagen der Veranstaltungstechnik umfasst bereits Ton und Bild. Die Lichttechnik schließt die Reihe ab. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Magazinbeitrag!

Bühne: Redner auf der Bühne müssen hell erleuchtet sein, mit warmer Lichtfarbe und möglichst von allen Seiten, um Schlagschatten zu vermeiden. Besonders beim Einsatz von Live-Bild ist auch eine Beleuchtung von hinten wichtig. Der Zweck ist, die Aufmerksamkeit der Gäste/Teilnehmer durch einen hellen Fokus aufrechtzuerhalten. Eine mangelhaft ausgeleuchtete Bühne sorgt für Schläfrigkeit.

Ungeübte Redner fühlen sich von hellem Licht oft geblendet und protestieren. Hier müssen wir Event-Manager erläuternd helfen. Wenn die Redner verstehen, wie wichtig es für sie selbst ist, dass die Teilnehmer während der Präsentation nicht einschlafen, nehmen sie leichter die Blendung in Kauf. Diese Beratung müssen wir übernehmen. Die Techniker neigen dazu, Wünsche von der Bühne umzusetzen, auch wenn sie für die Veranstaltung insgesamt negativ sind.

Dekorations- und Präsentationslicht: Nur wir Event-Manager wissen, welche Produktpräsentationen vom Kunden gewünscht sind und welche Farben zum Corporate Design des Kunden gehören. Dieses Briefing ist für jede Technikfirma unerlässlich. Produktpräsentationen ohne eigenständige Dekorationsbeleuchtung gehen leicht "unter". Zuletzt können mit einigen gezielten Farbtupfern die Locations in ein firmentypisches Licht "getaucht" werden. Wenn Sie dies der Technik überlassen, haben Sie schnell eine rote oder gelbe Grundstimmung, weil dies eine besonders angenehme Lichtstimmung für die meisten Zwecke ist. Wenn Sie aber beispielsweise für Unilever arbeiten, wäre Blau die korrekte Farbgebung und Rot ist nun mal die Hauptfarbe der Konkurrenz von Maggi/Nestlé.

Außenbeleuchtung: Wann immer Sie können sollten Sie im Außenbereich der Veranstaltung beleuchten was das Zeug hält. Bäume vom Stamm nach schräg oben außen beleuchten ist ein besonders schöner Effekt und gibt der Veranstaltung eine ungeahnte räumliche Tiefe, unabhängig davon, ob sich die Teilnehmer im Außenbereich aktiv aufhalten oder diesen nur durch die Fenster sehen können. Alte Maschinen, Zäune, Hecken, Brunnen ... beleuchten Sie alles was dem Auge einen Halt bietet. Sogar unschöne Elemente wie ein benachbarter Schrottplatz können so zu regelrechten Kunstwerken gestaltet werden.

Zusammenfassung

Auch bei der Beleuchtung sollten Sie nichts dem Zufall überlassen. Speziell im Bereich der Dekorationsbeleuchtung ist eine aktive Planung notwendig. Beachten Sie das Corporate Design ihres Auftraggebers, helfen Sie den Technikern, die Redner auf der Bühne zu beraten und vergessen Sie nicht, den Außenbereich zu beleuchten.

Autor des Magazinbeitrages

Dominik Schunk - Dozent und Tutor des DeLSt

Dominik Schunk

  • Magister Artium
  • Selbstständiger Eventmanager
  • Dozent und Tutor des DeLSt

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