Ansteckende Krankheiten für Pferde

Die mediale Ausbreitung ansteckender Krankheiten scheint im Moment einen Höhepunkt erreicht zu haben. Nicht annähernd in diesem Ausmaß finden jährlich besonders im Frühjahr Erkrankungen wie Druse und Herpes die Runde in Pferdeställen und versetzen diverse Besitzer und Stallbetreiber ebenso in Panik. Was muss man wissen, und wie soll man sich verhalten?

Die mediale Ausbreitung ansteckender Krankheiten scheint einen Höhepunkt erreicht zu haben. Erkrankungen wie Druse und Herpes machen auch jetzt die Runde in Pferdeställen. Was muss man wissen, und wie soll man sich verhalten? Das erfahren Sie hier!

Wichtig zu wissen ist eigentlich zunächst wie man sich und die Pferde schützt. Grundsätzlich ist Hygiene im Pferdestall sehr wichtig, ebenso wie die Vermeidung von Kontakten mit fremden Pferden. Veranstaltungen sind dabei ebenso eine Gefahrenquelle wie auch Pferde die ständig den Stall wechseln oder neu erworben wurden und womöglich aus einem verseuchten Bestand kommen.

Die FN und international die FEI verlangt und kontrolliert bestimmte Impfungen, somit sind Turnierpferde zumindest was die vorgeschriebenen Impfungen angeht sicher. Allerdings ist das eigentlich nur ein Bruchteil möglicher ansteckender Krankheiten, da nur die Influenza Impfung vorgeschrieben ist. Auch wenn es weitergehende Empfehlungen gibt, ist eine Impfung nur ein Schutz, wenn der ganze Bestand geimpft ist und vor allem keine Fluktuation stattfindet.

Dann gibt es noch ansteckende Krankheiten wie Druse oder Equine Infektiöse Anämie gegen die nicht geimpft werden kann, die eventuell zusätzlich meldepflichtig sind und bei denen unter Umständen sogar betroffene Tiere getötet werden müssen (Equine Infektiöse Anämie). Dies ist gesetzlich geregelt. Es gibt Stallbetreiber, die von jedem Neuankömmling ein tierärztliches Attest verlangen, das die Herkunft aus einem seuchenfreien Stall bescheinigt. Dies ist durchaus sinnvoll.

Sinnvoll ist auch eine zunächst räumliche Trennung neuer Pferde, sowie die regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Boxen sofern möglich, besonders aber wenn neue Pferde einziehen. Allgemeine Hygiene, wie die regelmäßige Entmistung aber auch die Reinigung von Futtertrögen, Putzzeug, Sattelunterlagen sind nicht zu vergessen.

Zusammenfassung

Wie beim menschlichen Umgang ist auch mit Pferden oftmals weniger Kontakt besser für die Gesundheit. Also weniger Kontakt mit fremden Pferden, weniger Stallwechsel, weniger Reisen. Dafür aber mehr Umsicht beim Kauf neuer Pferde und bei der täglichen Hygiene im Stall. Bei Impfungen ist neben der vorgeschriebenen Influenza Impfung für Turnierpferde die Tetanus Impfung bei jedem Pferd angebracht und sinnvoll.

Autor des Magazinbeitrages

Isabel Tenbrink - Dozentin und Tutorin des DeLSt

Isabel Tenbrink

  • Trainer C Reiten Leistungssport
  • Trainer B Reiten Basissport
  • Ausbilder im Reitsport für Menschen mit Behinderungen
  • Dozentin und Tutorin des DeLSt

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